Gedanken zu meinem Blog

Gedanken zu meinem Blog

Mir schwirren seit Anfang des Jahres so viele Gedanken, die meinen Blog betreffen, in meinem Kopf herum. Achso, Frohes Neues erst einmal. Das habe ich Euch noch gar nicht gewünscht. Ich hoffe, Ihr seid alle gut reingekommen und habt toll gefeiert. Auf jeden Fall wünsche ich Euch nur das Beste für 2018. Allem voran Gesundheit. Sie ist unser Antrieb, die Voraussetzung für das Leben, das wir führen und führen möchten. Vergesst das nicht. Liebe und Glück natürlich auch. Davon kann man ebenfalls nie genug haben.

Ich mag es nicht, wenn Beiträge mit dem Satz anfangen „Es tut mir leid, es ist schon so lange her, dass ich einen Beitrag veröffentlicht habe.“ Das ist bei mir tatsächlich lange her. Doch erstens: Ich habe meinen Blogbeitrag nicht mit diesem Satz angefangen, ich Fuchs. Und zweitens: Es tut mir nicht leid. Ich war in der zweiten Jahreshälfte 2017 mehr in der Realität als im Social Web – worunter auch mein Blog fällt – unterwegs. Und ich habe gemerkt, dass mir das verdammt gut tut. Warum sollte es mir also leid tun, dass ich nicht viel veröffentlicht habe, wenn mir doch das, was ich anstattdessen getan habe, gut getan hat?

 

Ich bin damit nicht alleine: Der Druck im Social Web

Ihr werdet das alle kennen, im Social Web unterwegs zu sein, nichts Ungewöhnliches. So wie Ihr, folge ich vielen Blogs und so einigen Accounts bei Instagram. Auch bei Facebook bin ich hin und wieder aktiv. Dieser ganze Onlinekram wurde mir aber einfach zu viel. Viel zu viel. Ich berichtete Euch in meinem letzten Blogpost schon von Instagram als Planermädchen. Dort brachte ich bereits den Druck zur Sprache, der in mir herrschte. Womit ich nicht gerechnet hatte, war Euer Zuspruch und Eure Bestätigung, dass es Euch ganz genauso geht. Um ehrlich zu sein, hatte ich mit viel mehr Gegenwind gerechnet und auch mit Kommentaren, die dieses Gefühl eventuell lächerlich machen oder dass „Stell dich nicht so an!“-Aussagen kommen. Aber nichts davon. Das blieb einfach aus. Ich hatte mir umsonst Gedanken über negative Kommentare und Trolle im Internet gemacht. Euer Zuspruch tat mir sehr gut, denn ich merkte, dass ich mit meinen Gefühlen, die Social Media ausübt, nicht alleine bin. Und dennoch, das Social Web nahm zu viel Platz in meinem Alltag ein. Ständig der Gedanke, dass ich wieder etwas bei Insta posten, dass ich unbedingt wieder einen Blogartikel schreiben und dringend meinen Facebookauftritt überarbeiten sollte. Als Teammitglied der Plannerbox, rechneten die anderen Mädels ebenfalls mit mir. Und dann ist da noch mein Etsyshop und so ganz „nebenbei“ mein Leben als Ehefrau. Und seit Oktober mein neuer super liebgewonnener Job. Das alles, es war mir zu viel…

 

Was andere können, kann ich auch?!

Da draußen gibt es so geile Frauen. Sie haben einen 40-Stunden Job, zwei Kinder, einen Mann, einen eigenen Shop und bloggen noch drei Mal die Woche. Ich habe mich immer gefragt: Wie geht das? Und warum kriege ich das nicht hin. Ich habe keinen 40-Stunden Job und keine Kinder. Da müsste ich doch genug Zeit haben zum Bloggen und zum Führen meines Shops. Müsste!

In den Anfängen von libellenglück hatte ich tatsächlich die Absicht, meinen Blog langsam so aufzubauen, dass ich damit irgendwann vielleicht einmal Geld verdienen könnte. Obwohl ich weder über Mode, Beauty noch Reisen blogge und auch nicht werde. Ich wusste aus meiner Arbeit in einer Agentur, was von Blogs verlangt wird, die für Kooperationen mit Unternehmen in Frage kommen. Ich habe meine Bachelorarbeit über Blogger Relations geschrieben. Ich weiß, worauf es ankommt. Und ich traute es mir zu. Doch die Erwartungen, die Unternehmen an Blogger haben und die unweigerlich zu meinen wurden, um irgendwann einmal Fuß fassen zu können im Blogger-Business, wurden mir zu hoch. Sie drückten meine innere Motivation nieder. Ich schaffte das Pensum nicht. Und das bis heute.

Natürlich wurde ich in der Zwischenzeit oft gefragt: „Was ist mit deinem Blog?“. Meine Antwort war: „Der ist noch da!“ Ich persönlich glaube ja, dass hinter der Frage, was mit meinem Blog sei, noch ganz andere Fragen steckten. Solche wie „Bloggst du noch?“ oder „Wann kommt eine neuer Beitrag?“ oder „Kommt da überhaupt noch einmal ein neuer Beitrag?“. Und nicht die eigentliche Frage war es, die mich beschäftigte, sondern neben diese Fragen, die in meiner Wahrnehmung dahinter steckten, ließen meine Gedanken um meinen Blog kreisen. Und so habe ich eine Entscheidung getroffen.

 

Bloggst du noch oder lebst du schon?

Ich werde genauso weiterbloggen, wie bisher. Ich wollte meinen Blog niemals schließen. Dieser Blog ist mein Baby. Ich liebe das Schreiben. Ich liebe das Veröffentlichen. Ich liebe es mit Euch in Interaktion zu treten und hier und da eine Inspiration zu sein. Warum also sollte ich nicht mehr Bloggen? Was soll mit meinem Blog sein? Er bleibt! So wie bisher. Ich werde weiter bloggen und zwar dann, wenn mir danach ist. Dann wenn ich etwas zu sagen habe – so wie jetzt. Wenn ich mich mit Euch austauschen möchte. Ich blogge dann, wenn ich eine Geschichte erzählen kann und möchte. Ich blogge nicht, weil es von mir erwartet wird. Ich blogge nicht, weil ich nur, wenn ich regelmäßig Content veröffentliche, bei Google oder von Unternehmen gefunden werde. Oder bloggt man etwa nur, wenn man einmal die Woche mindestens drei Beiträge veröffentlicht? Wer hat das festgelegt? Hat das überhaupt jemand festgelegt? Ich für mich lege daher fest: Ich blogge. Und wenn nur ein Mensch diesen Blog liest und sich über meine Worte und Themen freut. Dann freue ich mich darüber. Bescheidenheit ist eine Tugend.

 

Ich liebe, was ich tue

Die Liebe zum Schreiben ist ein Grund dafür, dass ich Online-Redakteurin studiert habe. Ein weiterer Grund war, dass ich meinen damaligen Job nicht mochte. So gar nicht. Ich habe meinen Vollzeitjob aufgegeben und angefangen Online-Redakteurin zu studieren. Neben der Hochzeit mit meinem heutigen Mann, die BESTE Entscheidung meines Lebens. Ich würde es immer wieder so machen. Es hat mich befereit, aus einem Job auszubrechen, den ich nicht mochte. Trotz der Möglichkeit zur Rückkehr dorthin, verließ ich das Unternehmen, das mich für mein Studium beurlaubt hatte, gänzlich.

Nach dem Studium, ist ja logisch, wollte ich als Online-Redakteurin arbeiten. Das war zumindest der Plan. Wurde mir aber vom Universum nicht gegönnt. Ich weiß auch nicht, was Arbeitgeber so wollen. Ich habe eine Berufsausbildung, ein Studium, fast zehn Jahre Berufserfahrung. Irgendwer muss wohl da gewesen sein, der für weniger Geld den gleichen Job gemacht hat, der jünger, ein Mann oder noch „formbarer“ war. Oder, oder, oder. Ich weiß es nicht. Und es ist mir egal geworden!

Ich habe inzwischen einen Job, den ich LIEBE. Ich freue mich jeden Tag, den ich zur Arbeit kann. Ich mag meine Kolleginnen und ich mag die Stadt, in der ich arbeite. Und ich mag auch meine Aufgaben dort. Ich liebe, was ich täglich tue. Im Reallife, wie auch hier auf meinem Blog.

 

Genug mimimi

Diese Gedanken mussten einfach mal raus. Ich merke gerade, wie gut es mir tut, jetzt wo ich all das niedergeschrieben habe. Das alles soll sich kein mimimi-Blogpost sein. Ich habe die Frage beantwortet, was mit meinem Blog ist. Und ich gebe zu, ich habe sie hiermit nicht nur Euch, sondern sicherlich auch mir selbst beantwortet.

Ich für meinen Teil, freue mich jetzt darauf, die nächsten Beiträge vorzubereiten. Ihr auch? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Bis dahin: Fliegt ins Glück,

Daniela